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Ganz am Anfang steht die Tomate........

Tomato Burger
Tomaten Bratlinge

Warum die Tomate auch "Paradiesapfel", oder "Goldapfel (Pomodoro)" genannt wird, wird spätestens dann klar, wenn man sie verarbeitet.


So vielfältig sind die Möglichkeiten, sie zu nutzen und zu verarbeiten, dass sie sich diese Namen auf jeden Fall redlich verdient hat!


Am Anfang war die Tomate.......

Wenn unsere Tomaten reif werden, steht damit auch jede Menge Arbeit ins Haus!

Einmal reif, müssen sie schnellstens verarbeitet werden, egal wozu!

Unsere Tomaten werden geerntet, gewaschen, und sofort beginnt die Weiterverarbeitung.

 

Überwiegend verwenden wir persönlich am Liebsten die Sorte San Marzano, da sehr fruchtig und nicht zu wässrig, und somit sowohl zum Trocknen, als auch zum Einkochen ideal.

Nach dem Waschen werden die Tomaten zuerst halbiert.


Dann wird mit einem Teelöffel das flüssige Innere, welches die Tomatenkernchen enthält, entfernt und beiseite gestellt.

Tomatenhälften, welche im Ganzen (also als Hälfte) getrocknet werden sollen, werden leicht mit grobkörnigem Salz bestreut, um die Flüssigkeit schneller zu entziehen und den Trockenvorgang zu beschleunigen.

Um Tomatenhälften zu trocknen, braucht man entweder extrem heißes und trockenes Klima, oder einen sehr guten und leistungsstarken Trockner, da ansonsten, bei auch nur geringfügiger Feuchtigkeitsaufnahme Schimmelgefahr besteht!


Die Tomaten brauchen eine relativ gleichmäßig gewährleistete Hitzezufuhr und müssen regelmäßig gewendet werden.



In unserem Klima auf der Insel Evia in Griechenland benötige ich 2 volle Tage bei allerbestem Wetter und trockne die Tomaten danach meist dennoch vorsichtshalber noch 1-2 Stunden im Dehydrierer nach.

Tomaten, die dazu gedacht sind, zu unseren Bruschetta Mischungen, oder als Pulver für zwei unserer Gewürzsalze verarbeitet zu werden, wie beispielsweise Tomate-Basilikum Salz, oder Gewürzsalz "Mediterran", werden in kleine Würfel geschnitten und ohne Salzzugabe getrocknet.

 

 

 

Je kleiner die Würfel, desto schneller der Trockenvorgang.

Was aber geschieht nun mit dem ausgeschabten flüssigen Inneren der Tomate, welches auch die Kerne enthält? 

Nun, daraus wird mit etwas Mühe, die beste hausgemachte Tomatensauce, die es gibt!

Man nehme also das ganze gesammelte Innere der Tomaten, gebe es zuerst in einen Mixer, vermixe gründlich und passiere das Ganze dann durch eine flotte Lotte. 

Den gewonnenen Tomatensaft gibt man nun in einen weiten Topf und kocht das Ganze bei mittlerer Hitze auf etwa ein Viertel der ursprünglichen Menge ein.

 

 

So erhält man eine wunderbar aromatische und sämige Tomatensauce, die man entweder portionsweise in Gläsern einkochen kann, oder einfrieren kann.

 

Wenn man mag, kann man bereits während dem Kochen Gewürze wie Basilikum zugeben und auch bereits salzen und pfeffern. So hat man dann eine bereits servierfertige Tomatensauce zur Hand.

Und was macht man nun mit den Resten, die beim Passieren mit der flotten Lotte zurückbleiben?

Die Tomatenfleisch Reste, Tomatenhaut und Kerne?

Wegwerfen? Mitnichten!

 


Hieraus lassen sich noch sehr schmackhafte Tomatenbratlinge herstellen, die man vielseitig abwandeln kann.

 

Auch diese Reste kann man einfrieren, und hat so jederzeit auf die Schnelle die Grundlage für ein außergewöhnlich leckeres und flott zubereitetes Essen parat!

Diese Reste lässt man nun einige Minuten in einem Sieb gut abtropfen. Dann kann man sie mit verschiedenen Beigaben kombinieren, nach Lust und Laune.


Auch zur Resteverwertung eignen sich diese Tomatenreste gut.






Ich habe in diesem Fall nur 2 Teelöffel verschiedener Käsereste hinein gerieben, gesalzen, gepfeffert und noch ein paar klein geschnittene Basilikumblätter, Minzeblätter und Zitronenmelisseblätter als Würze hinzu gegeben.

Ebenso denkbar ist aber die Zugabe von gekochtem Reis, oder geriebener roher Zucchini! Probieren geht meist über Studieren:-)

Zu dieser entstandenen Mischung fügt man dann noch Mehl hinzu, etwas Semmelbrösel, ich habe selbstgemachte Semmelbrösel aus Vollkornbrötchen verwendet, selbstverständlich gehen aber auch die normalen aus weißem Brot, und 1/2 - 1 Teelöffel Backpulver, um das ganze etwas luftiger zu machen (darauf kann man aber auch verzichten, wenn man kein Backpulver mag).

 

 

 

Dann formt man kleine Buletten aus der Masse, die dann in gutem Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze beidseitig 2-3 Minuten gebraten werden.


Tomατο Burger
Tomatokeftedes-Τοματοκεφτεδες

Dazu passt:

Baguette, Vollkornbrot, Röstbrot, grüner Salat, ein Stück Schafskäse und......ein schönes Glas gut gekühltem herben Weißwein (oder Retsina, wer ihn mag, oder auch ein schönes kühles Bier....wer keinen Wein mag!)

So, und was wurde denn nun aus den halbierten und geschnittenen Tomaten, die zum Trocknen gedacht waren?

Dried tomatoes
Getrocknete Tomaten

Nun ja, die trocknen, und trocknen... eben so lange, wie sie benötigen,

und heraus kommt dies:



Getrocknete halbierte Tomaten.....

Geeignet als Antipasti, oder zum Einlegen in Öl, oder zum Kochen, oder, oder, oder.


Schmackhafter und aromatischer als jede Tomate aus dem Laden!

 

Oder dies:

 

Getrocknete Tomatenstückchen:

 

Diese sind die Vorstufe zu unseren Bruschetta Mischungen, oder unseren Gewürzsalzen!

Aus diesen getrockneten Tomatenstückchen mahlen wir dann grob oder fein:







Tomaten "Crunch", sprich grob gemahlene getrocknete Tomate, für Bruschetta Mischungen!

Oder eben, fein gemahlen:









Tomaten Pulver für Gewürzsalze wie Tomate-Basilikum Salz, oder Gewürzsalz "Mediterran".

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