Lichadonisia - Ein verborgenes Paradies

Lichadonisia
Lichadonisia

Nur zwei Atemzüge von Lichada/Evia entfernt und gegenüber Kamena Vourla auf dem Festland, liegen die Inselchen Lichadonisia, ... die grünen Inseln mit endlosem Blau die das Geheimnis ihrer Entstehung, und ihrer früheren Bewohner für immer bewahren.

 

 

Die Küste von Kavos in Nordevia, entfernt sich langsam, wenn das Ausflugsboot der Familie Limberis sich den Inseln annähert, durch starke Strömungen steuernd und viele, knapp unter der Oberfläche liegenden Felsen umrundend.

(http://www.lichadonisia.com/)

So manch einer hat sich da schon Gedanken gemacht, warum so viele Menschen auf der Suche nach dem Exotischen und unglaublicher Farbreinheit, Reisen zum Ende der Erde unternehmen, wenn der Himmel doch so nah liegt........

Die ganze Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs, was sich in der Formation und den Gesteinsvorkommen zeigt. Im Küstenbereich bestehen die Inseln aus schwarzem, teils extrem scharfkantigem Lavagestein.

Die größte Insel der Gruppe wird „Monolia“ genannt, ist dicht bewachsen, und an ihrem einzigen Strand, der sich mit, die Füße schwarz färbendem, feinem vulkanischen Sand in eine kleine Bucht mit türkisfarbenem Wasser schmiegt, liegt auch die gut organisierte Strandbar der Familie Limberis, deren Elternhaus das noch heute am Besten erhaltene Gebäude auf der gegenüber liegenden Inselseite, in der kleinen Gruppe der von den früheren wenigen Inselbewohnern zurückgelassenen Steinhäuser, darstellt.

Vor dem Anlegen am Strand, bietet sich, wenn gewünscht, noch eine kleine Rundfahrt um die Inselchen an, die einen schönen Überblick über die rückseitig des Strandes liegenden Gebäude, mit dem früheren Anlegeplatz, und der, auch heute noch, zu ihrem Namenstag oder Hochzeiten, genutzten kleinen Kapelle anbietet.

Vorbei an den Inseln, führt die kleine Bootstour dann zu einem beeindruckenden Schiffswrack westlich der Insel, welches in etwa 6 Metern Tiefe liegt, durch eine Reihe von Riffen; und welches,  bei ruhigem Meer, auch vom Boot aus, sehr schön gesehen werden kann.

Eine der angenehmsten Überraschungen in der Region ist das Vorhandensein einer kleinen Familie von, vom Aussterben bedrohten, Mönchsrobben, die seit einigen Jahren sich entschieden haben, ihren ständigen Wohnsitz in die Gegend um die Lichadonisia zu verlegen.

Ihr Auftauchen bietet Fotografen ein seltenes und beeindruckendes Motiv, wenngleich es auch selten gelingt, sie von Nahem zu sehen.

 

Die Bootsrundfahrt bietet weiterhin den Blick auf eine, etwas entfernter liegenden Insel, die, die „Stroggeli“, die „Runde“, genannt wird, weil sie sich, wie eine Halbkugel, rund aus dem Meer erhebt. Von ihrer Mitte aus, imponiert ein Leuchtturm, umgeben von den verstreut liegenden Ruinen eines Klosters aus dem 12. Jh. n. Ch., welches von dem Mönch Gregor (Gregoris o Myroflitis, Gregor der Myrrhe) geführt und bewohnt wurde.

 

 

Die, so schönen und lebhaften, Geschichten aus dem Leben der griechischen Mythologie haben auch unsere Region stigmatisiert, die Lihadonisia (Λιχαδονισια), so erzählt man, verdanken ihren Namen dem Diener des Herkules, Lichas genannt.

 

Der Mythos erzählt, wie die Frau von Herkules, Diianeira, denkt, sie wäre von ihrem Mann betrogen worden, und sie ließ ihm daher von seinem Diener Lichas (http://1.1.1.4/2.bp.blogspot.com/ ZS6J4Fyl05A/Tr8E8DVJNmI/AAAAAAAAAb0/t4MKztp3nrk/s400/Lichas+ok.jpg), einen vergifteten Mantel überbringen. Halb verrückt vor Schmerzen, packte Herkules daraufhin seinen unglückseligen Diener Lichas, und warf ihn weit hinaus übers Meer.

Die verschiedenen Körperteile des Lichas fielen um das Kap Kinaio herum, wo Poseidon sie daraufhin in kleine Inselchen verwandelt, die heutigen Lichadonisia.

 

Heute sind diese Inseln Lihadonisia ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und Erkundungen.

 

Geschichte und Tradition

 

Die Inselgruppe ist eine einzige vulkanische Formation. Der Vulkan war während des Quartär des Känozoikums (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4nozoikum) in der Vorgeschichte der Erde tätig. Vor der tektonischen Subduktion des Golfes von Maliako

(http://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Malia )waren die Lichadonisia an der Halbinsel Lichadas anhängig. Große Teile der Inseln wurden von einem großen Erdbeben im Jahr 426 v. Ch. überflutet.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_im_Golf_von_Eub%C3%B6a_426_v._Chr.

 

Beschreibung

Die Lihadonisia liegen auf der nordwestlichen Seite der Insel Evia, zwischen dem Golf von Maliako und dem nördlichen Golf von Euböa, in der Verlängerung des alten Kap Kinaio, gegenüber dem Strand Kavos auf Evia und dem Kap Knimida, Fthiotida, auf dem Festland.

Die Inseln bestehen aus Monolia, aus der großen runden Insel, der kleinen runden Insel, der "Steno" (die Gerade), der "Vagia!", der "Vori", dem Hafen und anderen kleine Riffen und Inselsplittern ,.... "Mäuseinselchen" genannt.

Die Große Runde ist die südlichste des Inselverbandes. Sie trägt ihren Namen wegen ihrer runden Halbkugelform. Die Insel ist dicht bewachsen und ragt steil über dem Meeresspiegel hervor, sie ist vermutlich die Spitze eines Unterwasser-Vulkans. Auf ihrer höchsten Stelle steht ein Leuchtturm.

Das Inselchen Monolia ist länglich und hat eine kleine Bucht, die als natürlicher Hafen dient.

 

Die Inselgruppe Lihadonisia ist ideal zum Schnorcheln und Wassersport, aber die Hauptinsel ist auch interessant für eine Fußwanderung am Strand entlang über Vulkangestein (Vorsicht, stabiles Schuhwerk nötig!)

 

Archäologische Stätten 

Monolia

Ruinen von Steinhäusern, eine gut erhaltene, da immer wieder renovierte, Kapelle des Heiligen Georg, Hausruinen und Ruine einer christlichen Kirche unter Wasser.

 

Große Runde

Erhaltenen Reste eines römischen Aquädukts, ein Zeichen, das die Insel in der Antike bewohnt war. An der nordöstlichen Küste befinden sich Reste eines Tempels/kleinen Klosters, welches angeblich von einem Mönch alleine bewohnt war (Gregoris o Myroflitis, Gregor der Myrrhe), St. Gregory, der angeblich allein war. Teilweise erhalten sind Überreste des Heiligtums und der Umgangsmauer, die bis zu 1,5 m stark ist. In der Nähe befindet sich die Kapelle des St. Nikolaus.

(http://www.faroi.com/gr/strogili_gr.htm)

 

Administrative geschichtliche Zuteilung

Am 28.12.1836 wurde die erste administrative Aufteilung von Evia veröffentlicht, die Lihadonisia wurden der Gemeinde Lichadeion zugeordnet.

Im November 1840 wurde der Gemeinde Lichadeion ihre Selbständigkeit abgesprochen und die Lihadonisia wurden der Gemeinde Edipsos zugeteilt, wo sie bis 1912 verblieben.

Am 18.12.1920 wurden die Lihadonisia dem Bürgermeisteramt Lichados zugeteilt.

Am 16.10.1940 wurde die Bezeichnung „Lihadonisia“ abgeschafft und die Inseln wurden als „Stroggeli“, die Runde, und Monolia anerkannt und eingetragen.

 

Bevölkerung

 

26 Nach der Volkszählung des Jahres 1920

70 Nach der Volkszählung aus dem Jahr 1928

37 nach der Volkszählung des Jahres 1940

53 nach der Volkszählung des Jahres 1951

25 Nach der Volkszählung des Jahres 1961

2 nach der Volkszählung des Jahres 1971

5 in der Volkszählung von 1981

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