Trockenblumen-Getrocknete Blüten

Immer wieder fasziniert die Welt der getrockneten Blüten mit ihrer morbiden und meist zerbrechlichen Schönheit.

Mit Trockenblumen oder getrockneten Blütenblättern lassen sich ausgefallene und zauberhafte Tischdekorationen gestalten. Ebenso aber auch dauerhafte Stilleben im Bilderrahmen oder individuelle Grußkarten.


Um Blüten farbecht trocknen zu können, sollten die Blumen, Gräser, oder Blütenblätter an einem trockenen Tag, am besten 1-2 Stunden nach Sonnenaufgang gesammelt, und so schnell wie möglich zum Trocknungsort gebracht werden. Beim Sammeln sollte man zu viel Hautkontakt meiden, da der Kontakt mit der menschlichen Haut den zarten Blütenblättern nicht sonderlich gut tut. Daher Blüten am Besten unten am Stengel anfassen und abschneiden, oder noch besser, Baumwollhandschuhe tragen. Die Blüten während dem Sammeln möglichst locker geschichtet in einen Korb oder eine Pappschachtel legen. Zu Hause angekommen muss die Blütenpracht zügig verarbeitet werden. Sowohl die Farben, als auch die Form der Blüten nehmen uns lange Wartezeiten nämlich sehr übel. Möchte man die Blüten pressen, kann eine zu lange Zeitspanne zwischen Sammeln und pressen dazu führen, dass die Blütenblätter sich "zusammenkringeln", also schließen, was ja nicht im Sinne des Sammlers ist!

Die Weiterverarbeitung bietet im Großen und Ganzen vier Möglichkeiten, je nachdem, zu welchem Zweck wir die Blumen gesammelt haben:

 

1. Ich möchte ganze Blüten konservieren, also den ganzen Blütenkopf.

 

 

Trockenblume Hibiskus
Hibiskus gefüllte Blüte

2. Ich möchte ganze Blüten konservieren, aber gepresst.

Topinambur Blüte gepresst
Topinambur Blüte gepresst

4. Ich möchte einzelne Blütenblätter gepresst konservieren.

 

 

Blüten getrocknet
Mirabilis-Solanum Blüten gepresst

3. Ich möchte einzelne Blütenblätter konservieren

 

 

Blüten getrocknet
Rosen Blüten

Ganze Blüten wie Rosen am Stengel trockne ich entweder über Kopf hängend, oder in einer Vase stehend mit sehr wenig Wasser, welches täglich minimal wieder aufgefüllt wird. So trocknen die Blüten sehr langsam und schonend. Blüten ohne Stengel lässt man einfach in einem dunklen, gut belüfteten Raum auf Zeitungspapier oder in Körben trocknen. Gefüllte Blüten, wie Hibiskus, oder großblättrige Malvenblüten, stellt man umgekehrt, also auf den Kopf und legt dabei vorsichtig die Blütenblätter wie gewünscht in Position. Man kann die Blüten etwas fixieren, indem man kleine Pappstücke, oder sonstige weichen Dinge auf die Blütenblätter stellt, damit sie nicht aus der Form geraten.

Pressblüten dagegen, werden auf Zeitungspapier in Form gebracht, mit einer weiteren Lage Papier abgedeckt und mit Büchern oder Brettern beschwert. Um ein möglichst gutes Farbergebnis zu erzielen, sollte man die Papiere alle 2-3 Tage auswechseln. Wann die Blüten getrocknet sind, hängt stark von der Umgebungstemperatur und der Art der Blüten ab. Feinblättrige Blumen, wie Rosen oder Hibiskus können bereits nach drei bis vier Tagen trocken sein. Gefüllte Blüten, wie der gefüllte Hibiskus, oder Korbblütler, können auch mal zwei Wochen benötigen. Da ist dann Geduld gefragt. Trocken sind die Blüten auf jeden Fall dann, wenn sie beim Umwenden rascheln.

Aufbewahren sollte man sie bis zur Verwendung möglichst dunkel und am besten in Schraubgläsern wegen der Mottengefahr. Diese kleinen Biester scheinen einen genauso großen Gefallen an der Schönheit der getrockneten Blüten zu finden, wie wir:-)

 

Also dann, beim nächsten Spaziergang wird gesammelt! Viel Spaß!

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